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nächster Artikel KIRCHENMESSE GLORIA - VOM 18. BIS 20. OKTOBER IN DORNBIRN Brot für die Welt - und ganz viel Geld Bei der Kirchenmesse "Gloria" wird der Schweizer Jungautor Stephan Sigg sein Gebetsbuch für Jugendliche vorstellen. Bei Sigg wird Jesus zum DJ mit dem Sound, der nie aus der Mode gerät . . . Stephan Sigg (23) glaubt, dassdie Kirche mit dem traditionellen Kirchengesangbuch und den darin enthaltenen Gebeten nur einen Bruchteil der Menschen erreicht. Deshalb kam der junge Mann auf die Idee, ein Gebetsbuch zu schreiben, das vor allem bei Jugendlichen ankommt. In seinem Buch "Treibstoff: Zündende Gebete zu brennenden Fragen" greift er Themen wie Freundschaft, Liebe, Beruf und Armut auf. Letztere wird mit dem Brot-Rap thematisiert: "Kann es nicht verstehn, will es nicht mehr sehn, dass wir in Luxus leben, ohne andren was abzugeben. Ich hoffe es geht in eure Schädel rein. Brot für die Welt. Und ganz viel Geld." Das Buch orientiert sich am Wortschatz der Jugendlichen. Bei Sigg wird Jesus zum DJ mit dem Sound, der nie aus der Mode gerät. Sigg bittet Gott eine E-Mail zu schicken mit einer Portion Hoffnung im Attachment. Der ernste Inhalt und die moderne Sprache mit Ausdrücken aus der Jugendszene sind für Sigg kein Widerspruch. "Eine zeitgemäße Sprache zu verwenden, ist das A und O, wenn junge Leute mit religiösen Fragen und Themen konfrontiert werden sollen." Sigg ist es ein großes Anliegen, junge Menschen für den Glauben zu motivieren. Er selbst fand schon früh zum Glauben. "Ich habe mich bereits als Kind für religiöse Fragen interessiert." Zunächst wird er Ministrant, später dann leitet er die Ministranten in seiner Heimatpfarrei Rheineck. Als Gymnasiast wird ihm klar, dass er Theologie studieren möchte. Mittlerweile hat er das Studium abgeschlossen. "Doch ich möchte noch promovieren." Das Schreiben ist seit der Volksschule das große Hobby des 23-jährigen Schweizers. Zuerst waren es Gedichte und Kurzgeschichten, später auch längere Erzählungen, Romane und Theaterstücke. Mit seiner Literatur will er Interesse wecken für Fragen rund um den Glauben. Vor allem die Jungen will er für Jesus und das Evangelium begeistern. Doch haben die nicht ganz andere Interessen? Glauben im Alltag leben "Meine Erfahrung ist, dass sich die Jugendlichen sehr wohl für religiöse Fragen interessieren", so der 23-Jährige, der im Gymnasium Religionsunterricht gibt. Und: "Sie setzen sich mit diesen Fragen auseinander. Allerdings interessieren sie sich nicht nur für das Christentum, sondern auch für andere Religionen." Doch wie bringt man junge Menschen, die sich für Buddha oder Krishna interessieren, dazu, sich für Jesus zu begeistern? "Indem man das Evangelium glaubwürdig vorlebt beziehungsweise den Glauben im Alltag lebt", so Sigg. Und wie bekommt man die jungen Menschen wieder in die Kirche? "Die Kirche zu füllen darf nicht unser erstes Anliegen in der Jugendarbeit sein", findet der junge, engagierte Theologe. Seiner Meinung nach sollte der Glaube nicht nur in der Kirche stattfi nden. "Er sollte auch im Alltag gelebt werden." Erfolgreiche Jugendarbeit ist für Sigg, "wenn Jugendliche und ihre Talente in die kirchliche Arbeit eingebunden werden. Laut Sigg sind Jugendliche ohnehin für diakonische Aufgaben sehr ansprechbar. "Viele Junge setzen sich für andere Menschen ein." Nacht der Lichter Aber ins Gotteshaus, zur Messe, "verirren" sich nicht viele junge Leute. Das wäre anders, meint Sigg, wenn die Kirche mehr Angebote für die Jugend schaffen würde. "Bei uns in St. Gallen gibt es zum Beispiel am ersten Advent die ,Nacht der Lichter‘. Da ist unsere Kathedrale bumsvoll mit Jugendlichen." Für die frommen Rituale aber seien die Jungen nur schwer zu haben. "Die werden von der Jugend nicht verstanden. Die sind zu kompliziert. Es müssten neue Rituale gefunden werden." Außerdem werde in der Kirche zuwenig die Sprache der Jugend gesprochen, kritisiert Sigg. 20. Okober, 13 Uhr: Stephan Sigg, Gloria-Bühne. Sein Gebetsbuch "Treibstoff" erschien im Tyrolia-Verlag. MARTINA KUSTER Du bist der Leader . . .Du bist der Beat meines Lebens, du bist der Schlag, der mich bestimmt. Du bist der Rhythmus, der mich zum Tanzen bringt. Du bist die Musik, die in meinen Adern fließt, die das Blut pulsieren lässt. Du bist der Leader, nach dem ich Ausschau halte, der nachts mit der hellen Fackel vorausmarschiert, der mich coacht für jede neue Hürde. Du knipst die Lichter an, sicherst mich bei jeder Kletterpartie, vom Anfang bis zum Ende. Du bist der DJ mit dem Sound, der nie aus der Mode gerät, der die Menschen zusammenführt, Jung und Alt, sie Hand in Hand zum Tanzen bringt. Stephan Sigg
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