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So, 14.10.2007
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AUF EINEN KAFFEE MIT .

Moderner türkischer Papa

Die NEUE am Sonntag lädt jede Woche einen Passanten zu einem Kaffee ein. Mehmet Diken (30) aus Lauterach hat spontan zugesagt.

CHRISTINA HORN

Ein Vater mit seinem Sohn auf einem Bregenzer Spielplatz. Vormittags. Das sieht man nicht oft. "Meine Frau und ich teilen uns die Kinderbetreuung. Für uns ist das selbstverständlich", sagt Mehmet. Seinen zweijährigen Sohn Cagdas lässt er während des Kaffee-Gesprächs keine Minute aus den Augen.

Vormittags betreut er den Kleinen, nachmittags übernimmt seine Frau. "Stressig ist das schon für uns, aber eine Tagesmutter wollen wir nicht. Wir regeln das so, bis unser Sohn in den Kindergarten geht."

Mehmets Arbeitstag beginnt um 14 Uhr. Er ist Abteilungsleiter bei Pfanner in Lauterach. Der 30-Jährige ist in Vorarlberg geboren, hat aber einen türkischen Pass. Cagdas wächst zweisprachig auf.

Zwei Herzen schlagen in Mehmets Brust. Er mag das Ländle, fühlt sich aber dennoch eher als Türke und weniger als Vorarlberger. Seine Eltern leben schon seit 35 Jahren hier.

Mehmet gibt zu: "Manche meiner Landsleute haben Schwierigkeiten, sich anzupassen." Der Lauteracher fi ndet es unverständlich, wie Ausländer jahrelang hier leben können, ohne die Sprache zu beherrschen. Er selbst spricht akzentfreies Hochdeutsch.

Leben und leben lassen

"Österreicher und Türken müssen mehr aufeinander zugehen, damit die Integration funktioniert", fi ndet Mehmet. Es brauche mehr Offenheit und Toleranz. Und zwar auf beiden Seiten. "Frei nach dem Motto: Leben und leben lassen."

Sein Traum ist, irgendwann mit seiner Familie in der Türkei zu leben. "Aber einen Job würde ich dort wohl nicht so einfach fi nden." Warum denn nicht? "Inzwischen ist mein Deutsch nämlich schon viel besser als mein Türkisch."

Mehmet Diken teilt sich mit seiner Frau die Betreuung seines kleinen Sohnes Cagdas (2).

BERND HOFMEISTER

  
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