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nächster Artikel Neue Hühner braucht das Land Landwirte und Tierexperten planen eine Bio-Hühnerzucht in Vorarlberg. Das vom Aussterben bedrohte Sulmtaler Huhn soll in Hohen ems eine neue Heimat finden. Sein Fleisch gilt als besonders zart. CHRISTINA HORN Ab August sollen im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum in Hohenems 520 Hühner ihre Körner picken. Keine gewöhnlichen Hühner, sondern Sulmtaler Hühner. Die Rasse stammt ursprünglich aus der Steiermark und lässt sich als die Edelvariante des Federviehs bezeichnen. Das Besondere: Sulmtaler sind Zweinutzungshühner. Sie können zur Mast und gleichzeitig als Legehennen gehalten werden. Ihr Fleisch ist delikat und feinfaserig und ihre geschmackvollen Eier galten bereits am kaiserlichen Hof als Delikatesse. Rasse vor dem Aus Trotzdem ist die hundert Jahre alte Rasse vom Aussterben bedroht. In Österreich wird sie bisher nur in kleinen Beständen hobbymäßig gezüchtet. Und im deutschen Triesdorf in Mittelfranken wird in Kürze die letzte professionelle Sulmtaler-Zucht aufgelöst. Ihr Betreiber kann sie aus gesundheitlichen Gründen nicht weiterführen. Die Nutztierrasse steht vor dem Aus. Denn mit den Leistungen der Hühner aus Massentierhaltung können die Sulmtaler nicht mithalten. Rettung kommt aus dem Ländle. Sieben Vorarlberger Landwirte und Tierexperten setzen sich seit Monaten gemeinsam mit dem Verein Arche Austria für eine Weiterführung der Zucht ein. Premium Bio-Huhn "Wir wollen das Sulmtaler Huhn als Bio-Huhn bei uns im Land züchten und etablieren", so die Dornbirnerin Elisabeth Feuerstein zur NEUE am Sonntag. Die weizenfarbige Tiere sind äußerst robust, wetterfest und haben einen ruhigen Charakter. Landesrat Erich Schwärzler hat inzwischen sein Okay für den neuen Zuchtbetrieb gegeben. Die Investitionskosten sind mit 100.000 Euro veranschlagt. Derzeit ist das Team auf Sponsorensuche. Genuss mit Gewissen Ein Tierwirt aus Triesdorf soll in Hohenems für die Aufzucht der 500 Hennen und 20 Hähne verantwortlich sein. "Das Sulmtaler Huhn garantiert Verbrauchern einen Genuss mit gutem Gewissen", ist Landesveterinär Erik Schmid überzeugt. Ab September werden die Eier für 40 Cent pro Stück in den Läden liegen. Ein Kilo des Luxus-Geflügels wird 15 Euro kosten. "Hochwertige Bio-Produkte können wir eben nicht zu Discount-Preisen anbieten", so Feuerstein. Die fünffache Mutter und ihre sechs Mitstreiter denken langfristig. "Wenige Großkonzerne beherrschen derzeit den Weltmarkt der Gefl ügelzucht. Wenn dieser globale Masterplan irgendwann versagen sollte, haben wir in Vorarlberg mit den Sulmtaler Hühnern eine Alternative. Für uns und vor allem für unsere Kinder." SULMTALER HÜHNER Vergleichbar mit dem Ländle-Alpschwein soll das Sulmtaler Huhn als Premium-Bio-Produkt positioniert werden. Die Vermarktung übernimmt die Organisation Bio-Austria-Vorarlberg. Ein Ei soll im Laden 40 Cent kosten, ein Kilo Gefl ügel 15 Euro. Der Verkauf beginnt ab September 2008. Elisabeth Feuerstein und ihre Mitstreiter setzen sich für die "kaiserlichen Hühner" ein. MARKUS GMEINER
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