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So, 14.10.2007
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UMFRAGE Würden Sie ebenso handeln wie Pfarrer Friedl?

BEATRIX BILGERI-KOPF, SCHAUSPIELERIN

Dem Mädchen würde ich natürlich Unterschlupf geben, aber das könnte nur kurzfristig sein. Irgendwann würde ich mit ihr reden und sagen, du musst dich jetzt stellen. Wenn sie wollte, würde ich auch mitgehen. Die Situation selber muss von der Politik gelöst werden.

MANFRED BENDER, TRAINER SCR ALTACH

Man weiß ja, dass das Mädchen keine Chancen hat. Ich wüsste nicht, was ich in der Situation machen würde. Ich bin kein Priester. Ein Priester ist immer ein bisschen ein anderer Mensch und hat anderere Funktionen als zum Beispiel ein Bankdirektor.

HERBERT SAUSGRUBER, LANDESHAUPTMANN

Ich finde es sehr positiv, dass der Priester das Mädchen aufgenommen hat. Wenn mich jemand, der sich in einer schwierigen Situation befindet, um Hilfe bittet, würde ich im Rahmen des Möglichen helfen. In diesem Fall hätte ich mich wohl mit der Caritas in Verbindung gesetzt.

ATTILA DINCER, INSTITUT FÜRINTERKULTURELLE ANGELEGENHEITEN

Es ist edel, dass ein Priester andere Menschen aus Nächstenliebe schützt. Als Priester hätte ich das- selbe gemacht. Aber ich persönlich könnte diesen Weg nicht gehen. Man muss auch an die 100 anderern Familien denken, denen es ähnlich geht. Das gehört politisch gelöst.

HANS-DIETER GRABHER, BÜRGERMEISTER LUSTENAU

Ich habe für ihn als Priester großes Verständnis und kann mich in seine Lage hinein versetzen. Wir haben aber auch Gesetze, um sich daran zu halten. Österreich braucht eine konsequente Sicherheits- und Fremdenpolitik. Als Priester hätte ich genauso gehandelt, als Bürgermeister Grabher nicht.

ELISABETH STÖCKLER, FRAUENMUSEUM HITTISAU

Ich denke, beziehungsweise ich hoffe, dass ich dem Mädchen in der Situation helfen würde, so wie es der Priester getan hat. Das ist menschenwürdiges Handeln und solch ein Handeln ist sehr wünschenswert.

FRANZ-CLEMENS WALDBURG-ZEIL, MÖBELRESTAURATOR

Hundertprozentig würde ich so handeln wie Pfarrer Josef Friedl. Hier dreht es sich ja um ein Kind, um eine Jugendliche. Wir sehen es als Pflicht an, in dieser Situation zu helfen. Das wurde bei uns immer schon so gemacht und wird auch künftig so sein.

ERIC ORIE, TRAINER FC LUSTENAU

Vom Menschlichen her ist dieser Fall ein Wahnsinn. Es ist nicht einfach. Ich bezweifle, ob ich so gehandelt hätte. Ich würde eine Instanz, die dafür zuständig ist, um Hilfe bitten. Denn ich weiß nicht, ob ich in der Lage wäre, dem Mädchen wirklich zu helfen. Ich bin von Haus aus kein Priester, habe das nicht als Lebensaufgabe.

Großer Medienrummel beim ersten öffentlichen Auftritt von Arigona mit Pfarrer Josef Friedl.

SASCHA RIETHBAUM (3), KLAUS HARTIN GER (4), HANS ZELLHOFER (1), LUDWIG BERCHTOLD (1), MAURICE SHOUROT (1) DIETMAR STIPLOVSEK (3), APA (1

  
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