Kultur
So, 14.10.2007
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KLASSIK

Fund. Im Jubiläumsjahr 2006 erschien schon eine 3-CD-Box, nun ein Doppelalbum jener "Hausübungen", die Gulda 1982 in seinem "Altersunruhesitz" am Attersee machte. Der Fund simpler Kassettenkopien war eine kleine Sensation, remastered ist der so brillante wie eigenwillige Zugang des Paradepianisten zu seinem Liebling und "Weltmeister" eine große. TSC

The Gulda Mozart Tapes II: 6 Sonatas. Deutsche Grammophon.

Ausgrabung. Beim Lehár-Festival Bad Ischl feierte im Vorjahr Franz von Suppés "Fatinitza" ihre Wiederauferstehung. Eine spritzige Operette von 1876, deren scharfer Witz an Offenbach erinnert und deren Melodien Nähe zur italienischen Oper verraten. In der Titelrolle zieht Stephanie Houtzeel alle Register ihrer Vokalkunst, neben ihr gewinnt der Bariton Steven Scheschareg vokales Profil. ENR

Suppé: "Fatinitza". cpo, 2 CDs.

Transparenz. Wenn Mariss Jansons Musik von Peter Iljitsch Tschaikowsky dirigiert, besteht keine Kitschgefahr. Sowohl die vierte Symphonie als auch das erste Klavierkonzert (mit Yefim Bronfman als virtuosem Solisten) musiziert er mit seinem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks transparent, schlank und häufig sehr kantabel. ENR

Tschaikowsky: 4. Symphonie. Sony.

  
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